Leben kam aus dem All
Der amerikanische Wissenschaftler Arthur Weber vom Ames Research Center der NASA und die Biologin Sandra Pizzarello von der Staatlichen Universität Arizona haben herausgefunden, dass die Aminosäure »Isovalin«, die gerade in Meteoriten häufig vorkommt, sich in einer flüssigen Lösung nicht verändert. Wie sie in ihrer Arbeit in dem amerikanischen Fachmagazin»Science« (Band 303) feststellen, wurden die Proteine, die in allen Lebewesen nur in einer von zwei möglichen spiegelsymetrischen Formen vorkommen, möglicherweise auf die irdischen Lebewesen übertragen.


Von vielen biochemischen Molekülen gibt es nämlich zwei Formen, die sich wie ein linkes Auge und dem rechten Auge gleichen. Bei Aminosäuren haben die Lebewesen der Erde die linkshändige Form bevorzugt, bei Zuckersäuren dagegen die rechtshändige. Bei Versuchen, diese Vorliebe, die für die Entstehung des Lebens von großer Bedeutung ist, zu erklären, standen Biochemiker bislang immer vor dem Problem, dass sich die meisten Aminosäuren im Wasser schnell in eine Mischung aus rechtshändiger und lingshändiger Form verwandeln, auch wenn vorher nur eine vorhanden war.
In ihrem Experiment stellten die beiden Forscher nun für jeden nachvollziehbar fest, dass die linkshändige Form von »Isovalin« ein guter Katalysator ist, um rechtshändige Zuckermoleküle herzustellen.
Wie sie schreiben, könnten Moleküle aus dem All auf diese Weise ihre Symmetrie auf das Leben auf der Erde übertragen haben, wie Arthur Weber meint: »Mit der Symetrie der Aminosäure Isovalin haben wir endlich eine lang ersehnte Antwort bekommen.« Danach kam das irdische Leben wissenschaftlich korrekt und belegbar - aus dem All!
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