Legenden der Bibel
Die Leydener Flasche und die Kraft der Lade des Bundes

Nicht nur im Alten Testament, sondern auch in anderen Büchern der Hebräer wird über einen kastenähnlichen Gegenstand berichtet, den Moses, nach den genauen Angaben des Gottes der Israeliten bauen musste. Nachdem die Lade mit dem Tod des Moses über Generationen hinweg durch die Priesterschaft verwahrt wurde, hatte man bereits zur Zeit Davids den Sinn und Zweck dieses Kastens wieder vergessen. Im Buch Davids Anfänge, Kap. Vlll, steht geschrieben: "Ganz Israel sammelte sich zuhauf, und David unter ihnen, die Lade des Bundes wieder ein zu hohlen. Da aber in Vergangenheit geraten war, wie mit der Lade verfahren werden musste, sprachen sie alle bei sich: Aus dem Philisterlande wurde die Lade nicht anders als auf einem Wagen hergeführt; so können wir sie auch nur .auf einem Wagen führen in Davids, des Königs von Israel Haus. Also nahmen sie die Lade und taten sie auf einen Wagen, aber die Lade blieb schweben zwischen Himmel und Erde, sie stieg nicht nach oben und fiel nicht zu Boden. Da erhob sich Usa, des Ammonadab Sohn, und streckte seine Hand aus, die Lade zu halten. In dieser Stunde dachten die Sünder in Israel dies: Hielte Usa die Lade nicht fest, sie glitte zur Erde. Sogleich verhängte der Herr über Usa den Tod, er starb, und seine Hand ließ die Lade los. Nun wurde es ganz Israel offenbar, dass die Lade aus eigener Kraft frei schwebte zwischen Erde und Himmel und nicht nach oben flog und nicht nach unten sank."
Woher aber stammte die Lade?
Der britische Wissenschaftler Worth Smith hatte 1971 anhand der Angaben im Alten Testament ausgerechnet, dass der Rauminhalt der biblischen Lade exakt der Granitwanne innerhalb der Königskammer der Großen Pyramide von Giseh entspricht. Somit könnte es durchaus sein, dass auch die Lade des Bundes ganz eng mit Ägypten verknüpft ist. Nach dem Franzosen Maurice D. Papin, soll die Lade eine Art elektrischer Kondensator, der eine elektrische Ladung von 500 bis 700 Volt erzeugen konnte gewesen sein. Vielleicht lässt sich dadurch der Tod des Usa erklären. Usa war aber nicht der einzige, der durch die mysteriöse Kraft der Lade niedergestreckt wurde. Auch im Ersten Buch Samuel 6,19 schreibt man über die Kraft der Lade: "Der Herr aber straffte die Leute von Bet-Schemesch, weil sie die Lade des Herrn angeschaut hatten. Er erschlug aus dem Volk 50.000 Mann. Da trauerte das Volk, weil der Herr einen so schweren Schlag gegen das Volk geführt hatte. Ein Kasten, mit dem man 50.000 Mann bezwingen konnte? Wie aber war es möglich eine derartige Kraft zu erzeugen?
Die Lade soll aus Akazienholz bestanden haben und innen wie außen mit Gold verkleidet gewesen sein. Das könnte tatsächlich bedeuten, dass hier zwei Stromleiter mit einem Isolator vorhanden waren, die, wie die Außenverzierungen, als Kondensatoren wirkten. Maurice D. Papin meint, dass die Lade auf trockenem Untergrund gestellt wurde, wo der Erdmagnetismus normalerweise eine Vertikalintensität von etwa 600 Volt pro Meter erreichte. Doch, wie wir dem Bericht aus dem Buch Anfänge Davids entnehmen konnten, brauchte man die Lade nicht auf einen Untergrund zu stellen, da sie anscheinend schweben konnte. Vom Erdboden isoliert, sollen von der Lade auch feurige Strahlen ausgegangen sein wie von einer Leydener Flasche. Nach Papin wurde der Kondensator über die seitlichen Verzierungen in die Erde abgeleitet. Zum Transport der Lade wurden zwei goldene Stäbe gebraucht, die durch an ihren Deckel angebrachte Ringe gesteckt wurden.
Was aber war das für eine Kraft die aus der Lade ausging?
Als der aus Deutschland nach England ausgewanderte und dort geadelte Erfinder Sir Werner von Siemens einmal auf der Spitze der Großen Pyramide stand, forderte ihn einer der arabischen Führer auf, eine Hand hochzuheben und dabei die Finger zu spreizen. Werner von Siemens streckte lediglich den Zeigefinger aus und fühlte dabei ein komisches prickeln. Als Siemens danach aus einer mitgebrachten Weinflasche trinken wollte, verspürte er einen leichten elektrischen Schlag. Daraufhin kam in ihm die Experimentierfreude des Erfinders auf. So machte auf der 137 Meter hochgelegenen Pyramidenplattform eine Zeitung feucht und wickelte sie um die Flasche, damit sie zu einer Leydener Flasche zu machen. In der Tat lud sich die Weinflasche zunehmend mit Elektrizität auf, und zwar nur dadurch, dass Siemens sie über seinem Kopf hochhielt. Als dann Funken aus der Weinflasche zu sprühen begannen, glaubten seine arabischen Führer an Hexerei. Einer von ihnen stürzte _ sich auf der Begleiter von Siemens; aber dieser richtete die Flasche auf ihn, worauf er einen so starken elektrischen Schlag erhielt, dass er zu Boden sank, um dann laut schreiend die Plattform der Pyramide zu verlassen. Was ist mit der Lade geschehen? Heute lässt sich die Spur über den Aufenthaltsort der Lade in die nordäthiopische Stadt Aksum verfolgen. Nach den Untersuchungen des britischen Wissenschaftsjournalisten Graham Hancock, sollen koptische Priester der Kirche der heiligen Maria von Zion die Lade des Bundes bewachen und aufbewahren. Kein Mensch darf sie jedoch sehen. Solange uns allerdings der Zugang zu diesem Heiligtum vorbehalten bleibt, wird die Kraft der Lade des Bundes weiterhin ein Geheimnis bleiben.
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