Wasser auf Mars
Während auch beim amerikanischen »Spirit« seit dem 21.01.2004 15.40 Uhr (MEZ) absolute Funkstille herrscht, schweben die ESA-Wissenschaftler im siebten Himmel: Nach Angaben des Entwicklers der Fotokamera am »Mars-Express«, des Professors Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin wurden bereits 1,8 Millionen Quadratkilometer der Marsoberfläche fotografiert.
Walter Flury von der ESA bezeichnet die bisherigen Ergebnisse als einen »ganz großen Tag« für die europäische Raumfahrt. »Das ist für die bemannte Raumfahrt sehr wichtig«, sagte der Wissenschaftler. Wenn künftige Menschen auf den Mars gingen - und davon gehe er aus - müssten sie kein Wasser von der Erde mitbringen. »Es ist oben auf dem Mars genug vorhanden und das ändert die Sachlage fundamental.«
Die Mars-Sonde »Mars-Odyssey«, die den Roten Planeten seit 2001 ebenfalls umrundet, habe bereits große Mengen gefrorenen Wassers im Norden und Süden des Planeten entdeckt, sagte Mars-Programmdirektor Orlando Figuerora von der NASA: »Wir waren überrascht, wie viel es war und wie dicht unter der Oberfläche. Deshalb ist es keine Neuigkeit, aber wir sind froh, dass ihr Satellit auch in der Lage ist zu sagen, wo es ist.«
Der Mars enthält so viel Wasser, um den gesamten Planeten mit einem 500 Meter tiefen Ozean zu bedecken.
Drei Wochen nach der Landundung von »Spirit« landete nun am Sonntag 6.05 Uhr (MEZ) auch sein Zwilling »Opportunity« auf der Meridiani-Tiefebene, der entgegengesetzten Seite des Roten Planeten und sandte bereits Stunden später spektakuläre Bilder zur Erde. Die Landschaft wirkt auf diesen ersten Bildern sanfter als auf der anderen Seite des Planeten. Im Hintergrund sind helle Felsen zusehen, so dass wir es hier ganz offensichtlich mit einer völlig anderen Landschaft zutun haben.
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